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 Saucière aus dem Geschirr Blaue Olga

 

Götz Keitel streicht Farbmuster neben die Befundfenster
 

 

 

Sonntag, 25. November 2012

Die „Blaue Olga“ für alle Tage ...

... und die Vielfalt der Farben in der Villa sind die Themen des heutigen Bautagebucheintrages. Bereits am „Tag des offenen Denkmals“ brachte ein Verwandter der Familie Schönfeld als Überraschung eine Saucière mit. Sie gehört zusammen mit einer Schüssel zu dem Geschirr, das die Familie Schönfeld täglich benutzte. Das für den häuslichen Gebrauch als günstiges Massenprodukt auf den Markt gebrachte Geschirr wurde von 1910 bis ungefähr 1940 von der Firma Villeroy & Boch in Dresden gefertigt. Die beiden geschenkten Teile sind am Boden mit dem bis 1918 gebräuchlichen Farbstempel gekennzeichnet. Beide konnte das Städtische Museum als Geschenk in seine Sammlung aufnehmen.

 

Mit seinem Jugendstildekor passt das Geschirr sehr gut zu den ornamentalen Wandmalereien, die der Restaurator 2009 in der Oberlichthalle freigelegt hat. Diese Schablonenmalereien werden zusammen mit den vielen verschiedenen Farbbefunden, die die Villa aufzuweisen hat, in der kommenden Woche erneut die Architektin, die Denkmalpfleger, die Museumsleiterin und die Restauratoren beschäftigen. Nach einem ersten Abstimmungsgespräch (siehe Eintrag vom 12. November) hat Götz Keitel von der Firma Stenner & Keitel Farbproben gemischt und zur Bemusterung neben den Befundfenstern auf die Wand gestrichen. Anhand der Bemusterung wird abschließend entschieden, welche Farben die einzelnen Räume erhalten. Außerdem hat Keitel in der repräsentativen Oberlichthalle an der hölzernen Tragekonstruktion der Glas-Decke einen weiteren, überraschenden Bemalungsbefund freigelegt. Es ist nicht auszuschließen, dass er zu einer Änderung des am 12. November festgelegten Farbkonzeptes führen wird. Aber dazu mehr im nächsten Bautagebucheintrag.