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 neu freiglegter Befund in Brauntönen

 

neue Bierlasur

 

freigelegter Befund in Blau mit Spiralen

 

Mittwoch, 05. Dezember 2012

Dunkler und in unterschiedlichen Brauntönen…

… präsentiert sich der von Götz Keitel neu freigelegte Befund an der Decke in der Oberlichthalle und unterscheidet sich damit stark von dem bisher entdeckten lichten Ocker. Folgerichtig haben sich Architektin, Denkmalpfleger, Museumsleiterin und Restaurator auf ein neues Farbkonzept für die hölzerne Kassettendecke (Felderdecke) geeinigt. 

 

Der neue Anstrich greift den goldbraunen Grundton der Kassettendeckel auf. Die Profilierung am Übergang vom Deckel zu den senkrechten Felderseiten wird ebenso wie die Balkenunterseiten in einem dunkleren Braunton davon abgesetzt. Die Farben werden wie beim Original als Bierlasur aufgetragen, so dass auch wieder der Eindruck einer Holzmaserung entsteht (vgl. die Beiträge vom 12. November und 14. September). Auf den am Befund zu sehenden rotbraunen Begleitstrich wird, da zu aufwändig, allerdings verzichtet. 

 

Die zukünftige Farbgebung basiert damit auf der jüngsten nicht-weißen Fassung, die in Form eines Befundfensters für die Museumsbesucherinnen und -besucher sichtbar sein wird. Unter dieser Fassung entdeckte Götz Keitel noch eine ältere, aus der Bauzeit stammende: Dunkelblaue Spiralen auf hellblauem Grund, die in einer goldfarbenen Raute enden. Da dieser an den nachtblauen Himmel erinnernde Anstrich nicht zu der Zielsetzung, den Charakter der Villa zwischen 1905 und 1935 sichtbar zu machen, passt (vgl. Beitrag vom 12. November), beeinflusst er das aktuelle Farbkonzept nicht. Er wird allerdings in einem Befundfenster zu sehen sein.