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                                         Malerin tupft Farbe durch die Schablone

 

 Maler trägt Rundbögen, deren Ränder rot abgeklebt sind, auf

 

Wanddetail der Oberlichthalle am 10. April

 

 

 

 

 

 

 

Donnerstag, 11. April 2013

Es wird noch schöner

Vor vier Wochen beendeten die Parkettleger ihre Arbeit. Den Boden der Halle ziert seitdem ein geometrisch gemustertes Parkett. Aber noch ist sie nicht fertig; die Maler legen noch einmal Hand an. Damit der kostbare Bodenbelag keinen Schaden nimmt, haben die Mitarbeiter der Firma Stenner & Keitel ihn abgedeckt, während sie die Wandgestaltung in der zentrale Oberlichthalle vollenden. Ausgehend von historischen Fotos und restauratorischen Befunden rekonstruieren sie auf dem braunen Grundanstrich die ornamentale Jugendstilmalerei. Außerdem deuten sie durch Farbfelder und Streifen die verloren gegangene Gewölbedecke und Heizungsverkleidung an, damit der ursprüngliche untere und obere Abschluss der geometrisch gemusterten, pfeilerartigen Malereien erkennbar wird.

 

Mit Hilfe einer Schablone bringt die Malerin zunächst die herzförmige Grundstruktur der vertikalen Malereien auf die Wand auf. In mühevoller Arbeit wird die Farbe mit einem dicken Pinsel durch die Schablone auf die Wand getupft. Anschließend werden kleine füllende Details und der Rand aufwändig mit der Hand nachgemalt. Die Gewölbedecke wird durch runde und spitze Bögen angedeutet, deren Ränder mit rotem Band abgeklebt werden, bevor der Maler sie mit dunkelbrauner Farbe aufträgt. Wenn die Mitarbeitenden der Firma Stenner & Keitel die Pinsel sinken lassen, wird die beachtliche historistische Gestaltung der Halle, zu der neben dem Parkett und der sehenswerten Wandgestaltung auch die mit Holzimitationsmalerei aufgewerteten Türen, Geländerbaluster und die Kassettendecke gehören (siehe Beiträge vom 14.9., 5. und 14.12.2012), wieder nachvollziehbar sein. Auf dem Museumsfest anlässlich der Eröffnung am 26. Mai 2013 wird die Halle als Bühne für die Darbietung der Nordwestdeutschen Philharmonie und die Lesung von Michael Helm dienen.