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Die alte Haeizung wird abgebaut
 
 

Freitag, 29. Juni 2012

Exponate sind sensibel

Die Heizungsanlage in der Villa Schönfeld muss für die sensiblen Exponate dringend erneuert werden. Um Platz für moderne Heiz- und Lüftungstechnik mit effizienter Steuerung zu schaffen, demontieren Mitarbeiter der Firma Jahnke und Dierker die alte Anlage, an der der Zahn der Zeit mächtig geknabbert hat. Rostige Radiatoren und eingerostete Stellräder machen es augenfällig: Ein museumstaugliches und energiesparendes Heizen der Museumsvilla ist schon lange nicht mehr möglich gewesen. Ein konstantes Raumklima in Museen ist aber eine wichtige Bedingung, um das gesammelte Kulturgut für die folgenden Generationen zu bewahren.

Die Gebäudetechnik muss Raumtemperaturen zwischen 20 °C im Winter und  25 °C im Sommer bei jahreszeitlich gleitender relativer Luftfeuchte von 45 bis 65 Prozent sicherstellen. Starke Klimaschwankungen innerhalb eines Tages oder weniger Stunden sind ganz auszuschließen. Können diese Vorgaben nicht eingehalten werden, dann nehmen die Exponate dauerhaft Schaden. Jede Schwankung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit lässt die Materialien, aus denen die Exponate gefertigt sind, „arbeiten". Sind die Veränderungen des Raumklimas groß und häufig, werden die Materialien mechanisch stark beansprucht. Holz zum Beispiel zieht sich bei Trockenheit zusammen und dehnt sich bei Feuchtigkeit aus. Geschieht das zu oft oder ist es permanent zu trocken oder zu feucht, bekommen Möbel Risse oder werden Opfer von Holzschädlingen. Eine moderne Heizungsanlage kombiniert mit Lüftungstechnik hilft zukünftig, solche Schadensbilder in der Museumsvilla zu vermeiden. Energiesparend ist sie auch.