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Die Restauratorin Bettina Niekamp  und Philipp Hones auf der Suche nach alten Wandmalereien
 

 

Freitag, 6. Juli 2012

Erneuern heißt auch Bewahren

Ich bin Philipp Hones (12 Jahre). Ich bin Kinder-Stadt- und Museumsexperte und habe schon an einigen Projekten, die vom Museum organisiert wurden, teilgenommen. Den diesjährigen Socialday habe ich im Städtischen Museum verbracht. Dort durfte ich, nach einer kleinen Einführung in den Stand der Dinge, bei den Restaurierungsarbeiten der Schönfeld-Villa zugucken und mich etwas einbringen.
Zuerst waren zwei Mitarbeiter der Firma Generotzky da, um die Verlegung neuer Stromkabel weiter zu planen, welches um vieles einfacher sein wird als gedacht, da unter dem Estrich des Betonfußbodens im Erdgeschoss eine Art „Kanal“ gefunden wurde, in dem sich Kabel ohne größere Komplikationen verlegen lassen.
Danach durfte ich der Restauratorin Bettina Niekamp über die Schulter gucken, wie sie versuchte, mit dem Skalpell die alten Wandmalereien in der Halle ausfindig zu machen. Denn trotz des „neuen“ Kanals müssen einige Kabel in den Wänden verlegt werden und durch die dafür notwendigen Bohrungen soll nichts Historisches, wie die Malereien, zerstört werden. Das Ganze ist ein Pakt zwischen Denkmalschutz und dem Museum: Neben dem Bewahren der historisch wichtigen Villa muss auch für die Sicherheit der Besucher, z.B. im Brandfall, gesorgt sein. Ich hatte viel Spaß und habe in Sachen Beruf schon ein bisschen klare Sicht bekommen!