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Freitag, 24.August 2012

Es geht voran

Die Handwerker haben trotz der großen Belastung durch die heißen Temperaturen in den vergangenen Wochen viel geleistet und haben die Arbeiten in der Villa ein gutes Stück voran gebracht. Vergleicht man die beiden nebenstehenden Fotos aus dem Erdgeschoss der Villa, erkennt man an Details den Fortschritt. Das obere Foto wurde am 24. August aufgenommen, das untere Anfang Juni des Jahres.

Die Blickrichtung geht durch die repräsentative Oberlichthalle durch die neu eingebrochene, ehemals zugemauerte historische Tür in das ehemalige Esszimmer der Familie Schönfeld, das auf der Gartenseite der Villa lag. Vorne links ist der Anfang Juli entdeckte Leitungskanal im Betonboden, durch den der ursprüngliche Fußboden in den 1960er Jahren ersetzt worden war, zu sehen (siehe Beitrag 6.Juli). Der Kanal wird gebündelt wieder Leitungen aufnehmen. Die Heizungsrohre liegen und stehen schon bereit. In der nächsten Woche werden sie im Erdgeschoss verlegt; im Dach- und ersten Obergeschoss sind die Montagearbeiten der Heizung fast abgeschlossen.

Auch an dem Türdurchbruch und dahinter sieht man die Arbeitsergebnisse der letzten Tage. Die von den Durchbrucharbeiten noch unregelmäßig gewesenen Kanten des Türsturzes wurden von den Handwerkern durch Anputzen geglättet. In die Türöffnung könnten jetzt das Türfutter und die Tür, die der Tischler derzeit nach historischem Vorbild fertigt, eingesetzt werden. Das erfolgt aber erst, wenn auf der Baustelle kaum noch Staub und Dreck entsteht.

Die Elektriker haben schon fast überall ihre Leitungen und Anschlussdosen in schmalen Schlitzen und Löchern in der Wand versenkt. Auf der Wand zum Garten im ehemaligen Esszimmer sieht man die senkrecht laufenden, bereits schon wieder verputzten schmalen Leitungskanäle sowie die Anschlüsse für die dort eingeplanten Medien.

An der Wand sollen, wenn die Ausstellung eingerichtet sein wird, Bilder vom Garten der Familie Schönfeld gezeigt werden. Der kleine Park umfasste ursprünglich das gesamte Gelände zwischen Wallpromenade, gebogenem Teil des Stadtgrabens und einer Linie, die durch den heutigen Weg zur Brücke über den Stadtgraben markiert ist. Das heißt dort wo heute der moderne Oesterlen-Bau steht und auch dort, wo das Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus aufgestellt wurde, erstreckten sich Baumpflanzungen, Gartenwege und Beete. Es gab auch ein kleines Gartenhäuschen und ein kombiniertes Wasch- und Hühnerhaus.

Die Fotos, die diese Situation in der Ausstellung zeigen werden, können durch den Blick durch die Fenster des ehemaligen Esszimmers direkt mit dem heutigen Zustand verglichen werden.