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 Durchbrüche für Elektroleitungen und Heizungsrohre

 kleine Öffnung im fußleistenbereich für Heizungsrohre

 

Freitag, 31.August 2012

Meine Erlebnisse auf der Großbaustelle

Guten Tag. Mein Name ist Karen Budek. Ich war die Praktikantin von Sonja Langkafel und durfte sie auf der Großbaustelle Villa Schönfeld begleiten. Mein erster Eindruck: Es war laut und staubig. Manchmal so laut, dass man sein eigenes Wort nicht verstand, geschweige denn jemand anderen. Man muss höllisch aufpassen, wo man hintritt, denn überall wurden die alten Rohre freigelegt. Diese Woche wurde viel über Heizung und Elektrik geredet. Eine Frage wurde gleich am Montag aufgeworfen und abgeschlossen: Welche Fußbodenheizung wird verlegt? Welche Probleme könnte es geben? Nachdem sich die Profis zusammengefunden hatten, wurde eifrig diskutiert und beratschlagt. Ich kann leider nicht sagen, was alles besprochen wurde, da ich mich nach fünf Minuten geschlagen gab und nur noch mit halbem Ohr hinhörte. Diese ganzen Fachbegriffe waren einfach zu viel, tut mir leid. Ab und an wurden die Fachleute unterbrochen, da diese Woche auch die meisten Kabel verlegt wurden, zum Beispiel für die Beleuchtung oder einfach nur für die Alarmanlagen. Bei der Kabelverlegung muss man darauf achten, dass man nicht zu tief bohrt oder etwas historisch Wichtiges kaputt macht. Die Arbeiter hier arbeiten gut und schnell, aber vor allem im Team. Sehr beeindruckend. Ist der Elektriker fertig mit Verlegen, kommt jemand, der wieder alles verputzt. Wenn alles verputzt ist, kommt der Maler, der wieder überstreicht und dann komme ich und staune. Die Wanddurchbrüche fand ich mit am besten. Ich frage mich, ob die Arbeiter Teams mit jeweils einer eigenen Flagge hatten und diese ausgetauscht haben, wenn sie durch die Wand gekommen sind. So wie bei einem Staffellauf. Bohrer werden angesetzt, es geht los. Nach dreißig Minuten wird im Team gewechselt und schließlich geht der Bohrer durch die Wand. Das Loch wird vergrößert und die Arbeiter tauschen die Flaggen, klopfen sich auf die Schulter und arbeiten weiter. War wahrscheinlich nicht so, aber eine schöne Vorstellung ist es trotzdem. Was mich sehr gefreut hat, war, dass ich immer freundlich behandelt wurde. Meistens werden Praktikanten nicht ernst genommen, aber hier hat es mir sehr gefallen. Frau Langkafel hat mir immer wieder erklärt, wofür bestimmte Räume genutzt wurden und wie man Besuchern dies vermitteln könnte. Sie erklärte mir, was die Arbeit in einem Museum ausmacht: Sammeln, Forschen, Bewahren und Vermitteln. Ich bin jedenfalls der festen Überzeugung, dass die Villa Schönfeld ein klasse Museum wird und werde das Voranschreiten der Bauarbeiten auch weiterhin verfolgen.