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 Volker Kredtke zeigt die Höhe der Laufschiene

 

 

Freitag, 21. September 2012

Wenn es brennt

… müssen die Besuchenden die Möglichkeit haben, schnell und sicher aus dem Gebäude zu gelangen. Volker Kredtke von der Firma Niebrügge wird helfen, dafür in der Villa die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen.

Was ist zu tun? Die Architektin hat mit ihrer Planung für das Museum auch ein mit der Baubehörde abgestimmtes Brandschutzkonzept vorgelegt. Ein wichtigerer Bestandteil dieses Konzeptes sind die Fluchtwege. Von jedem Punkt des Gebäudes muss das Treppenhaus oder ein zusätzlicher Notausgang auf kürzestem Wege erreichbar sein. Das Treppenhaus mit dem Fahrstuhl muss rauchfrei bleiben. Dafür werden rauchdicht abschließende Türen eingebaut, die es im Brandfall automatisch vom Rest des Gebäudes abschotten. Im Erdgeschoss wird dafür unter anderem eine Schiebetür benötigt. Volker Kredtke zeigt auf dem Foto, auf welcher Höhe deren Laufschiene montiert werden sollte, damit der historische Türsturz nicht beschädigt wird. Die Metalltür verschwindet nach Einbau hinter einer Vorsatzschale. Diese wird nicht nur das Brandschott verbergen, sondern kann in der stadtgeschichtlichen Ausstellung auch für die Präsentation von Exponaten genutzt werden.

Im nicht öffentlich zugänglichen Keller und Dachgeschoss wurden bereits schlichte, rauchdichte Türen, die den Flammen mindestens 30 Minuten standhalten (sogenannte T30-Türen) und das Treppenhaus von den umliegenden Räumen trennt, eingebaut. Die großen zweiflügeligen Türen, die das Treppenhaus von der repräsentativen Oberlichthalle trennen werden, baut die Tischlerei Mühlenhof derzeit nach historischen Fotos nach und stattet sie dabei so aus, dass auch sie die Anforderungen T30 und rauchdicht erfüllen.