Startseite > Villa Schönfeld > Bautagebuch


 Foyer vor Beginn der Restaurierung

Treppe mit geöffnetem Treppenauge und provisorischem Handlauf

 

 

Freitag, 28. September 2012

Eingangsbereich mit Treppenhaus jetzt noch beeindruckender

Schon im Juni ist eine in den 1960er Jahren eingebaute dünne Trennwand, die den Treppenraum um ein Drittel schmaler gemacht hatte, beseitigt worden (siehe Beitrag vom 1. Juni 2012). Damals war die Wirkung bereits sehr beeindruckend; die Großzügigkeit des Treppenhauses ließ sich erahnen. In dieser Woche wurde nun auch das Treppenauge im Obergeschoss geöffnet und mit einem provisorischen Handlauf gesichert. Dadurch erhielt das Treppenhaus noch mehr Weite und wirkt jetzt noch großzügiger.

 

Der ursprüngliche, bauzeitliche Eingangsbereich der Villa bezog seine räumliche Wirkung aus dem Zusammenspiel des langgestreckten, gewölbten Foyers mit dem seitlich gelegenen breiten Treppenraum und mit der ebenfalls seitlich abgehenden Garderobe. Der Bauhistoriker, Dr. Bernd Adam, stellte 2009 die These auf, dass die Treppe ursprünglich nur um zwei kreuzförmig ausgebildete Freipfeiler aus Backstein gelaufen ist, d.h. die links auf dem Foto zu sehende Wand vor der Treppe nicht vorhanden war. Die langgestreckte, gewölbte Eingangshalle und die einläufige Treppe mit viertelgewendeltem An- und Austritt wären dann als Einheit und der Eingangsbereich insgesamt noch offener und großzügiger als heute wahrgenommen worden. Der farbige Mosaikfußboden, von dem nach Entfernung des Estrichs ein zweites Detail am Zugang zur ehemaligen Garderobe sichtbar geworden ist, und die mehrfarbige Farbfassung der gewölbten Decke vervollständigten die beeindruckende Gestaltung. Eine zusätzliche Steigerung erfuhr das von Anfang an bereits sehr repräsentative Entree durch den nachträglich im Jahr 1888 errichteten Portalbau.  

 

Die denkmalgerechte Restaurierung soll den beschriebenen Zustand, der von 1875 (Baujahr)/1888 (Portalbau) bis ca. 1945 bestand, so weit wie möglich für die zukünftigen Museumsbesucher wieder nachvollziehbar machen. Mit dem schrittweisen Rückbau der Treppenverkleidung wurde der Anfang gemacht. Wünschenswert wäre zusätzlich die vollständige Freilegung des Mosaikfußbodens. Hierfür werden noch zusätzliche Spenden benötigt (siehe Spendenmöglichkeiten unter Menüpunkt Spenden).