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 Maler auf der Galerie

 

Elektriker im Betriebsraum
 

 

 

Montag, 12. November 2012

Die Maler sind da ...

... und haben in der vergangenen Woche begonnen, der Villa ein neues farbiges Gesicht zu geben. Zunächst bereiten sie die Untergründe vor: Feine Risse spachtelt ein Mitarbeiter der Firma Stenner & Keitel bei, gröbere putzt er mit Lehm zu; einer seiner Kollegen glättet Unebenheiten auf den Wänden, die von alten Anstrichen und Putzarbeiten herrühren; andere Maler säubern Wände und hölzerne Bauteile vom feinen Baustaub, der sich in den vergangenen Monaten über alles gelegt hat. Dann werden die Holzteile angeschliffen.

 

Gleichzeitig stimmen die Architektin Cornelia Lange und die Museumsleiterin Sonja Langkafel erfolgreich die Farbigkeit der einzelnen Räume mit der Herforder Denkmalpflegerin Bettina Lange und dem Münsteraner Denkmalpfleger Hartmut Ochsmann ab. Ihr Konzept stützt sich insbesondere auf die restauratorischen Befunde von 2009 (siehe Beitrag vom 8. Juni) sowie die fotografische Überlieferung. Ziel ist es, eine Farbigkeit herzustellen, die den Charakter der Villa zwischen 1905 und 1935 sichtbar macht.

 

In weiteren Schritten werden die Mitarbeiter der Firma Stenner & Keitel die unter dem letzten weißen Anstich verborgenen historischen Farbanstriche mit einer Glasvliestapete sichern und dann die Räume nach den Vorgaben streichen. Kein Zimmer glich dem anderen und auch Wände und Decken waren jeweils unterschiedlich farbig gestaltet. Die Holzbauteile werden sie mit einer Bierlasur versehen. Diese Lasur ist eine historische Imitationstechnik für Holz, bei der die Farbpigmente in Bier eingerührt werden. Sie wird die Türen aus einfachem Nadelholz so aussehen lassen als seien sie aus hochwertiger Eiche gefertigt.

 

Auch wenn die Maler momentan das Bild der Baustelle beherrschen – im Hintergrund widmet sich Herr Brocks von der Firma Generotzky den elektrischen Feinarbeiten. Stunde um Stunde legt er im neuen Betriebsraum die Kabel auf die Verteilung.